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Weihnachten – so wird es ein Frohes Fest!

Weihnachten, das Fest der Liebe, des Schenkens & Beschenkt-Werdens weckt in den meisten Menschen die Sehnsucht nach Geborgenheit und liebevollen Beziehungen – dementsprechend hoch sind die (auch unbewussten) Erwartungen der meisten Menschen an die Feiertage.

Die Realität ist für viele jedoch weniger rosig: die Telefonseelsorge (Notruf 142) ist gerade zu den Feiertagen besonders beschäftigt. Einsamkeit, Enttäuschung und Beziehungsprobleme zeigen sich in dieser Zeit oft deutlicher und Suchtproblematiken treten verstärkt auf[1].

In der “Stillen Zeit” des Jahres werden unsere Sehnsüchte und die zutiefst menschlichen Bedürfnisse nach Nähe, nach Gesehen- und Verstanden-Werden besonders laut, verhallen aber oft ungehört und werden dann auf der materiellen Ebene (Dinge, materielle Geschenke) oder mit Ersatzhandlungen (Suchtverhalten) kompensiert. Das Ergebnis sind Müllberge, Konflikte und schlechtes Gewissen anstatt Harmonie und der ersehnten guten Gefühle.

Den erschreckenden Trend führen laut World Happiness Report 2019[2] die USA an: In Kapitel 7 beschreibt Jeffrey D.Sachs den Rückgang des amerikanischen Wohlbefindens im Kontext einer Gesellschaft mit Massen-Abhängigkeit, unter der Vielzahl von Faktoren befinden sich Essstörungen und steigende Suchtquoten bei Drogen, Alkohol und Internet-Nutzung.

Auf letztere möchte ich etwas genauer eingehen: digitale Medien haben einerseits direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden: beispielsweise durch Cyberbullying  oder den sozialen Aufwärts-Vergleich (wenn das eigene Leben im Vergleich zu dem der Freunde oder Idole minderwertig erscheint) – beides signifikante Risikofaktoren für Depressionen.  Weiters können sich digitale Medien indirekt negativ auswirken, weil ein Mehr am Handy oder Computer oft weniger Zeit für die wissenschaftlich belegten Happiness-Faktoren – Schlaf und soziale Interaktionen – bedeutet.

Die nachstehende Abbildung zeigt dies deutlich: die von Jugendlichen im Internet verbrachte Zeit ist insbesondere seit 2012 durch die starke Verbreitung von Smart-Phones  rapide angestiegen, gleichzeitig bleiben Schlaf, zwischenmenschliche Beziehungen und damit das allgemeine Glücksempfinden auf der Strecke.

 

 

 

WorldHappinessReport 2019 (Fig. 5.4)

 

Die gute Nachricht ist, dass Österreich im internationalen Happiness-Ranking laut World Happiness Report zu den 10 glücklichsten Ländern der Erde zählt (10. Stelle von 156 ) – wir daher allen Grund dazu haben, das “Glas halb voll” zu sehen. Globale Entwicklungen sollten wir jedoch ernst nehmen, Warnsignale bei uns selbst, unseren Kindern und Freunden wahrnehmen und bewusst gegensteuern. 

 

Insbesondere hinsichtlich Smartphones sollten wir uns über mögliche Gesundheitsrisiken[3] informieren und uns selbst eine Art “Bedienungsanleitung” zurechtlegen: wie oft brauche ich mein Telefon wirklich, wie kann ich es bewusster verwenden und generell einen bewussten Umgang mit digitalen Medien auch meinen Kindern vorleben und lehren. Hier einige Vorschläge:

 

DIGITAL – TIPPS:  

  • Festellen, wie es um die eigenen, digitalen Gewohnheiten steht.
    (Link zum Selbsttest für Jugendliche: siehe Fußnote[4])

  • Wenn es sich bereits um ein Problem handelt, sich die Frage stellen: Welches Bedürfnis steckt hinter meiner Sucht? Wie kann ich das Bedürfnis besser erfüllen?*

  • Den eigenen Selbstwert stärken, Selbstliebe & Mitgefühl entwickeln.*

  • Kontrolle über die eigene Zeit zurückholen: Selbstbeobachtung (Online-Wecker, Computer-Tagebuch, Internet-Time-Outs), Prioritäten setzen, Zeitmanagement.*

  •  “Offline”-Zielen und -Aktivitäten, insbesondere gemeinschaftsfördernden, den Vorrang geben (Familien-Ausflüge, Spiele-Abende, gemeinsam Kochen & Backen, Sport und andere Aktivitäten im Freien, Vereine & Freiwilligen-Arbeit…)

  • Zu Weihnachten: Erlebnisse statt Elektronik schenken
     

* Coaching und Beratung ist besonders in diesen Bereichen sinnvoll und hilfreich.

 

Aktiv etwas für unser Glück zu tun, ist natürlich zu Weihnachten sehr einfach:

Freiwillig, großzügig und von Herzen zu geben/schenken und für andere da zu sein!

Dafür gibt es mindestens 5 wissenschaftlich belegte Gründe[5]:

  1. Geben macht uns glücklich: altruistisches Verhalten setzt im Gehirn Endorphine frei, die positive Gefühle (“Helferhoch”) hervorrufen.

  2. Geben ist gut für unsere Gesundheit: Studien belegen, dass freiwilliges Engagement & Hilfeleistungen für andere das Leben verlängern, sich positiv auf chronische Krankheiten auswirken und den Blutdruck senken können

  3. Geben fördert die Zusammenarbeit und die soziale Verbundenheit: “Je umfassender der wechselseitige Altruismus… je größer der Fortschritt in Richtung Gesundheit, Wohlstand und Glück” (John Cacioppo)

  4. Geben ist ansteckend: Forscher stellten fest, dass eine Person, die sich großzügig verhält, Beschenkte und Beobachter dazu anregt, sich später gegenüber anderen Menschen großzügig zu verhalten – so kann sich Altruismus um drei Grad ausbreiten und Dutzende oder sogar Hunderte Menschen positiv beeinflussen.

  5. Geben ruft Dankbarkeit hervor: Untersuchungen haben ergeben, dass Dankbarkeit ein wesentlicher Bestandteil von Glück, Gesundheit und sozialen Bindungen ist; Barbara Frederickson, eine führende Glücksforscherin, befindet die Pflege der Dankbarkeit im Alltag als einen der Schlüssel zur Steigerung des persönlichen Glücks.

 

Wir alle fühlen uns wohler in der Gegenwart von großzügigen, liebevollen und dankbaren Menschen – leben wir daher selbst vor, was wir uns von anderen wünschen! Diese SunCoaching-Meditation hilft uns dabei, dankbar und glücklich zu sein – und das nicht nur zu Weihnachten!

 

MEDITATION: Dankbare Freude

Nimm dir ca. 5 Minuten Zeit, atme bewusst und tief, und denke an jemanden oder etwas wofür du dankbar bist (es dürfen auch mehrere Personen, Dinge oder Umstände sein – auch ganz einfache Dinge, wie ein sicheres Dach über dem Kopf oder sauberes Trinkwasser…) und spüre dieses Gefühl der Dankbarkeit ganz bewusst in dir, atme weiter tief, lass dich von dieser Dankbarkeit und dem inneren Lächeln, das sie hervorruft, ganz ausfüllen und genieße dieses wohlige Gefühl der Freude – deine innere “Sonne”. Danke dir selbst (Körper, Geist & Seele) zum Schluss für alles, was du für dich und andere leistest und gehe mit dem guten Gefühl und diesem Lächeln weiter durch deinen Tag :-)

 

[1] https://www.vienna.at/telefonseelsorge-zum-jahreswechsel-hochsaison-bei-notruf/6035996

[2] https://worldhappiness.report/ed/2019/

[3] https://www.merkur.de/leben/gesundheit/macht-uns-smartphone-krank-zr-10847200.html

[4] https://www.ins-netz-gehen.de/check-dich-selbst/bin-ich-suechtig

[5] https://greatergood.berkeley.edu/article/item/5_ways_giving_is_good_for_you

Weihnachts-Gutschein2019.jpg