Gloria Haumea King

Interview mit Ingrid Melia Stadtler-Pree

27. Juli 2019 auf Big Island, Hawai’i

 

Ingrid: Willkommen Gloria und danke für deine Einladung in euer schönes Zuhause! Das ist etwas ganz Besonderes für mich – danke!

 

Gloria: Gern geschehen, danke!

 

Ingrid: Serge nennt dich "Engel" aus gutem Grund – du bist seine geliebte Frau, seine Partnerin und beste Freundin. Ihr seid seit 64. Jahren befreundet und werdet im September euren 58. Hochzeitstag feiern.

Du hast Serge bei all seinen Vorhaben begleitet und unterstützt.

Darf ich dich fragen, Gloria: Wie war und ist das Leben mit Serge?

 

Gloria: Großartig! Wie könnte es sonst sein, wenn du mit einem Heiligen zusammen lebst? Es ist wie mit einem Heiligen zu leben! Er beschwert sich nie über irgendetwas! Es ist sehr einfach mit ihm zu leben und er ist sehr humorvoll. Und er ist auch ein wandelndes „Buch des Wissens“. Wenn du Fragen zu irgendetwas hast, hat er immer die Antwort!

 

Ingrid: Sehr inspirierend, ich weiß, für neue Dinge...

 

Gloria: Das ergibt eine tolle Beziehung.

 

Ingrid: Und du hast mit ihm und euren drei Söhnen auf dem US-Festland gelebt, für 7 Jahre in Afrika und dann wieder auf Hawaii. Wenn du darauf zurückblickst, weißt du, was...

 

Gloria: ... tolles Leben! Es war ein großartiges Leben.

 

Ingrid: Vorher habe ich zu Serge gesagt, dass er sich innerhalb der Zeitspanne, in der wir uns kennen, kein bisschen verändert hat – und du auch nicht, weißt du? Ich denke wirklich, dass die HUNA-Philosophie und der Aloha-Spirit viel dazu beitragen, dass ihr euch die ganze Zeit jung und voller Energie fühlt!

 

Gloria: Ja, und wir waren immer gute Freunde, als wir jünger waren, als wir uns trafen, waren wir wirklich gute Freunde und hatten immer eine lustige Zeit miteinander und so geht es weiter, wie wir angefangen haben.

 

Ingrid: Schön! Abgesehen davon, dass du Alaka'i und Vorstandsmitglied von Huna International bist, hast du einen Abschluss in Diätetik. Und heutzutage, du weißt, mit so unterschiedlichen Ansätzen, wie man gesund lebt und sich ernährt – was ist dein „Geheimrezept“ für so ein langes und gesundes Leben?

 

Gloria: Genieße was du isst! Es geht nicht so sehr darum, völlig vegan oder vegetarisch zu sein oder Fleisch und Fisch zu essen und so weiter. Es ist eine Kombination, und wenn du es isst, solltest du es – irgendwie segnen – und denken, dass es gut für dich ist, und dann wird es immer gut sein, egal, was du zur Verfügung hast. Ma sollte eine Vielfalt von allem haben.

 

Ingrid: Und vielleicht nicht zu viel Aufhebens darum machen, aber es schätzen und genießen...

 

Gloria: Richtig. Ja, ich meine, wir haben jede Art von Diät gemacht: Wir waren auf amerikanischer Diät, wir auf „Reiner Rohkost“ -Diät, wir haben die Pritikin-Diät gemacht, die Atkins-Diät und ... wir haben viele Arten von Ernährung ausprobiert. Denn in meinem Bereich – Arbeit mit menschlichen Patienten – würde ich niemanden auf eine Diät setzen, wenn ich nicht selbst wüsste, wie sie ist. Also war ich auf „Slim Fast“, ich war auf „Ei & Shakes“, weißt du, habe verschiedene Dinge ausprobiert und Serge war immer mein Pilot-Student (Versuchsobjekt), also war er wirklich sehr nett - er hat sich nie über mein Kochen beschwert, das ist wahrscheinlich der Grund, warum wir eine so gute Beziehung haben!

 

Ingrid: Aber am Ende – als du all diese verschiedenen Diäten ausprobiert hast – was war das Ergebnis für dich?

 

Gloria: Sie alle funktionieren!

 

Ingrid: Sie funktionieren?

 

Gloria: Sie alle funktionieren. Einige machen mehr Spaß als andere. Die Pritkin-Diät war eine sehr interessante Diät. Wir waren viele Jahren dabei, weil ich im Pritikin Longevity Center gearbeitet habe und dort das Ernährungsprogramm geleitet habe. Es ist sehr kohlenhydratreich, fettarm, cholesterinarm, kein Zucker, kein Fett, kein Salz: Es gab nicht viel Auswahl an anderen Lebensmitteln, die die Lebensmittelindustrie nicht mit solchen Dingen verarbeitet hatte. Du musstest also sehr kreativ sein... bei dieser (Diät) haben wir so viele Kohlenhydrate gegessen – oh du meine Güte! Und dann ging es weiter mit Atkins, was eine völlige Veränderung war: Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich dann ein ganzes Ei mit einem Eigelb essen durfte, denn 18 Jahren ohne ganze Eier...

 

Ingrid: Wow, sehr interessant!

 

Gloria: ...und nichts ist passiert! Unser Cholesterinspiegel sank – es war sehr aufschlussreich! Eier sind also wirklich nicht schädlich.

 

Ingrid: Ja, absolut. Ich denke, das ist auch, was ich tue: ich esse auch, was ich mag und ich bin ok. Und wir essen eine Menge Kohlenhydrate in Österreich (wir haben so viele süße Sachen dort und du siehst weniger wirklich übergewichtige Leute (als in den USA), also denke ich ...

 

Gloria: Aber ihr geht viel und fährt Fahrrad...

 

Ingrid: Ja, wir bewegen uns viel...

 

Gloria: In Amerika fährt jeder (Auto)... daher ist Übergewicht ein Problem, es ist ein großes Problem.

 

Ingrid: Es geht also wieder um das Gleichgewicht des Körpers...

 

Gloria: Bewegung! Training ist sehr wichtig.

 

Ingrid: Ja! Wenn du also an dein Leben im Besonderen und an Familienleben im Allgemeinen denkst: Was hältst du für die wichtigsten und hilfreichsten Huna-Ansätze oder -Techniken – für dich selbst und besonders für Familien?

 

Gloria: Wahrscheinlich EWOP. Kennst du EWOP?

 

Ingrid: Ich kenne es, aber kannst du es bitte auch unserem Publikum erklären?

 

Gloria: Man muss darauf vertrauen, dass alles perfekt klappt, aber vielleicht anders und das ist okay, wenn man vertraut. Und manchmal klappt es nicht so, wie man möchte, und dann muss man seine Regeln ändern. Und wenn du flexibel genug bist, um deine Regeln in Bezug auf Erwartungen oder bestimmte Dinge zu ändern, macht das Leben viel mehr Spaß und du tust Dinge, die du normalerweise nicht machen würdest. Und ich meine, HUNA ist der Weg des Abenteurers, es macht wirklich Spaß, Abenteuer zu erleben – jeder Tag – ist ein Abenteuer! Und du musst es genießen!

 

Ingrid: Mhm (nickt), und vielleicht gerade bei der Erziehung von drei Jungen, was war dein Huna-Ansatz, der dir geholfen hat, mit heranwachsenden Kindern umzugehen, die vielleicht überall dran waren, weil manchmal, du weißt, fällt das Kritisieren leicht, also...

 

Gloria: Wenn du nicht ins Kritisieren gerätst, funktionieren die Dinge wirklich gut und manchmal sagten Serge und ich: "Oh mein Gott, wir hätten ihnen nicht beibringen sollen, wie man Huna praktiziert, sie benutzen gegen bei uns! Weißt du ... Pierre wollte einmal, dass Serge ein Auto besorgt, weil er wollte, dass er ihm das Auto kauft, und – Junge, Junge – Serge sagte: „Nein, ich kaufe dir das Auto nicht“ und dann gingen sie und schauten sich das Auto an und kamen nach Hause und dann hatte Pierre natürlich dieses Auto. Weil sie auch wussten, wie man einen Fokus hält, um Dinge zu manifestieren! Sie konnten es also auch bei uns verwenden, aber es war alles gut, weißt du?

 

Ingrid: Schön. Und ich denke, die eine Sache – vor allem im Geist von Aloha, du weißt – sich selbst und andere nicht zu kritisieren, weil es nur ... manchmal denkt man, man braucht es, um ihr Verhalten zu ändern, aber zum Beispiel: ein Kind macht etwas, das du nicht magst, wie würdest du damit umgehen, im Sinne von Huna?

 

Gloria: Je nachdem was es war, habe ich es Serge übergeben! (lacht)

 

Ingrid: (lacht) Das ist gut!

 

Gloria: Du (Serge) kümmerst sich jetzt darum!

 

Ingrid: Aber wenn er nicht zu Hause war?

 

Gloria: Wir haben ziemlich gute Kinder, wir hatten großes Glück, sie waren brave Kinder, weißt du. Sie haben nicht viel gestritten oder so. Und wir haben sie nicht kritisiert, wir haben ihnen Raum gegeben und wir hatten einige seltsame Regeln – ein paar davon wie: „Du kannst keine Coca Cola haben, wir werden keine Coca Cola in diesem Haus haben, aber wenn du ein Bier haben willst, kannst du ein Bier haben“, denn Bier ist sehr nahrhaft.

 

Ingrid: (lacht) Es ist besser als Coca Cola!

 

Gloria: Ja, es ist sehr gut!

 

Ingrid: Also, als Mutter und später in Huna eingeführt, was denkst du könnten wir in unserer Familie tun, um unser Familienleben wirklich zu bereichern?

 

Gloria: Nun, ich denke, Aloha anzuwenden ist wahrscheinlich das Wichtigste – Liebe unter den Familienmitgliedern zu haben – und nicht überkritisch zu sein, und zu lehren und zu führen. Harmonie ist ein Schlüsselwort, man will Harmonie in seinem Zuhause und man will Harmonie unter den einzelnen Familienmitgliedern. Wir müssen sie als anders respektieren, wir müssen respektieren, dass sie möglicherweise nicht immer das tun, was wir von ihnen erwarten, aber manchmal müssen auch wir unsere Regeln ändern, um ihren Überzeugungen und Handlungen gerecht zu werden und so weiter. Dann hoffentlich hat man ein sehr harmonisches Zuhause und wenn man Spaß zusammen hat, Dinge zusammen unternimmt... während heute... wir hatten nicht so viel Huna damals. Es war einfach neu, es war erst im Kommen und es wurde nicht wirklich gut verstanden. Es war mehr wie ein Mythos, aber wir wussten damals nicht wirklich, was es war, aber da war etwas, und es ist wie die Kraft des positiven Denkens. Und wenn man positive Erwartungen hat, wird man positive Dinge im Leben haben und genau darum geht es bei Aloha.

 

Ingrid: Vielen Dank, Gloria, für all deine Weisheit und nochmals danke, dass ich dieses Interview mit dir in eurem Zuhause machen konnte. Danke und Aloha!

 

Gloria: Danke, Aloha!

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