Vom Wunsch zum Ziel: Wie Träume ein Erfüllung gehen

Anfang des Jahres wurde ich von ORF Radio Salzburg zum Thema “Neujahrsvorsätze und wie man sie wirklich umsetzt” als Expertin eingeladen. Da dieses Thema uns alle nicht nur zum Jahreswechsel sondern unser ganzes Leben lang betrifft, habe ich meine Tipps dafür in diesem Newsletter zusammengefasst. Was auch immer wir uns im Leben wünschen, der Weg vom Wunsch zur Erreichung des Ziels ist immer gleich:

Wir haben eine Idee oder einen Traum, den wir verwirklichen- “manifestieren” wollen. Wir malen uns diesen Wunsch-Traum vielleicht schon in schillernden Farben aus, und das ist bereits ein erster, wichtiger Schritt. Weiters sollten wir uns fragen: Will ich das wirklich? Entscheide ich mich bewusst dafür und bin ich auch bereit, dafür das Nötige zu tun, das heißt, meine ganze Energie dafür einzusetzen? Denn “fromme” Wünsche alleine reichen noch nicht aus, wir müssen vom Wünschen über das Wollen und das Entscheiden ins konkrete Tun kommen und mögliche Herausforderungen auf dem Weg dahin berücksichtigen. Besonders wichtig ist es, auch unser Unterbewusstsein mit “ins Boot zu holen”, denn es ist ein mächtiger Teil unserer Psyche, der neben dem Verhalten auch alle körperlichen Reaktionen und Körperfunktionen beeinflusst und steuert. Da Ziele sehr individuell sind, erlaube ich mir, mit der persönlichen Anrede, wie es auch in meinen Seminaren und der englischen Sprache üblich ist, fortzufahren.

 

8 Tipps zur Zielerreichung:

 

1) Attraktives Zielbild: Je anziehender und detaillierter das Bild ist, das du dir gedanklich von deinem Traumziel malst, umso motivierender ist es, darauf zuzugehen. Du nutzt dafür deine Kreativität und Vorstellungskraft (die rechte Gehirnhälfte, Imaginations- Hemisphäre). Spüre bewusst die positiven Gefühle, die das Zielbild in dir auslöst.

 

2) Schriftlicher Zielsatz: Indem du dein Ziel zusätzlich aufschreibst, nutzt du auch die linke Gehirnhälfte, die logisch-analytische Hemisphäre und sorgst für inneres Commitment im Sinne von: “Ich will mein Ziel wirklich erreichen, entscheide mich dafür und meine es ernst damit!”
Dein Zielsatz sollte positiv und in der Gegenwart formuliert werden, realistisch sein und sich in deiner Kompetenz befinden, z.B.: “Ich gehe drei mal pro Woche laufen.”

 

Gemeinsam senden Zielbild und Zielsatz ständig Signale an dein Unterbewusstsein, an diesem Ziel dranzubleiben und daran zu arbeiten. Insbesondere wenn der Zielsatz gut sichtbar aufgehängt ist (z.B.: als Post-It am Computer, an der Kühlschranktür etc.)

 

Laut einer  2015 veröffentlichten Studie[1] der Psychologin Gail Matthews an der Dominican University of California steigert das Verschriftlichen des Zieles die Wahrscheinlichkeit seiner Erreichung bereits auf 60%, ein Maßnahmenplan und ein Protokoll über den Fortschritt erhöhten die Zielerreichung bereits auf 76%. Daher die weiteren Tipps:  

 

3) Konkreter Maßnahmen-Plan: Überlege nun die einzelnen Schritte zu deiner Zielerreichung, und notiere sie ebenfalls. Plane auch einen zeitlichen Rahmen für die jeweiligen “To Do’s”.

 

4) Sprich über dein Ziel und hole dir Unterstützung: Erzähle Familienmitgliedern oder Freunden von deinem Ziel mit der Absicht, dich noch mehr  zu engagieren und zu verpflichten. Gemeinsam mit Personen aus deinem Umfeld oder einer Gruppe Gleichgesinnter (heutzutage auch online zu finden) ist man motivierter, findet Verständnis und kann gemeinsam Erfolge feiern. Oder nimm professionelle Hilfe in Anspruch: ein(e) Coach kann dir bei jedem dieser 8 Schritte eine große Hilfe sein und die regelmäßigen Treffen mit ihr oder ihm bewahren dich vor “Aufschieberitis” und vorzeitigem Aufgeben.

 

5) Halte deinen Fortschritt fest: Eine weitere, 2015 veröffentlichte Meta-Studie[2]  kam ebenfalls zum Ergebnis, dass die Überwachung des Fortschritts eine Schlüsselkomponente für Zielerreichung und effektive Selbstregulierung ist. Ob du es mit Hilfe eines handschriftlichen Protokolls oder via App (z.B.: Goal Tracker & Habit List für Android und iOS) machst, spielt dabei keine Rolle. Wichtig bei diesem “Tracking” ist, dass du regelmäßig feststellst, wo du mit deinem Ziel stehst. Dies bestätigt und motiviert dich immer weiter, da du einerseits siehst, wieviel des Weges du bereits geschafft hast und auch, wie gut du die Schritte gemeistert hast. 

 

6) Positiver innerer Dialog: Achte auf deine Gedanken und Selbstgespräche: statt dir mit ständiger Selbstkritik Energie zu rauben und dich zu schwächen, werde dein bester Freund, übe Selbst-Mitgefühl, wenn es mal nicht so gut läuft und lobe dich laut oder in Gedanken für alles, was dir gut gelingt. Dadurch generierst du gute Gefühle, die dir wiederum Energie geben, weiterzumachen.

 

7) Finde Strategien für mögliche Hindernisse: Welche potenziellen Herausforderungen oder “Stolpersteine” könnten am Weg zu deinem Ziel auftauchen und wie gehst du damit um? Schreibe eine WENN-DANN-Liste und finde proaktive, kreative Lösungen. Indem du etwaige Komplikationen im Vorhinein bedenkst, fällt es dir leichter, sie in der realen Situation zu überwinden.

 

8) Genieße den Weg zum  Ziel, plane Belohnungen ein und feiere deine Erfolge: Überlege wie du dir den Weg zum Ziel leichter, lustvoller gestalten  und worauf du dich freuen kannst: z.B.: “Nach 15x Joggen- (Stricherl-Liste) gönne ich mir eine Massage/einen Kinobesuch mit meinen Freunden” oder dgl. Freue dich bewusst über deine Erfolge und feiere sie!

 

In der hawaiianischen Huna-Lehre gibt es ebenfalls eine sehr effektive “Anleitung zum Manifestieren”:
die Haipule Technik,
auch “Haipule Prayer” genannt, ist der primäre Prozess, um Huna zu praktizieren. Haipule kann in vielfältigen Formen und über längere Zeiträume hinweg angewendet werden. Ich stelle hier die einfachste Version meines hawaiianischen Mentors und Lehrers, Dr. Serge Kahili King vor:

Sie besteht im wesentlichen aus 5 Schritten, über die die einzelnen Silben des Wortes Ha-I-Pu-Le bereits Aufschluss geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Abb.: Tabelle Haipule)

Wir sehen, die Kern-Elemente unseren “modernen” und wissenschaftlich belegten 8 Tipps: Zielsatz, Zielbild und konkretes Handeln, finden wir auch im Haipule Prozess vor. Die alten Hawaiianer fügten zu Beginn der Technik noch ihr "Mana" (innere Kraft) hinzu, indem sie ihr Ziel bewusst fokussierten und energetisierten und dadurch den Prozess zusätzlich verstärkten.

 

Ausgerüstet mit diesen effektiven, praktischen und zeitlos-gültigen Werkzeugen, kannst du nun deine Träume manifestieren, deine Ziele erreichen und den Weg dahin genießen!

 

Solltest du noch Fragen haben oder Unterstützung bei einzelnen Schritten benötigen, kontaktiere mich einfach per Mail oder Telefon:  

 

[1] https://www.dominican.edu/sites/default/files/2020-02/gailmatthews-harvard-goals-researchsummary.pdf

[2] https://www.apa.org/pubs/journals/releases/bul-bul0000025.pdf

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